Infobrief Politik unzensuriert vom 16. Juni 2010
Belgien vor der Teilung?
Das Königreich Belgien steht vor einer schwerwiegenden Krise. Die innere Zerrissenheit zwischen der flämischen und der wallonischen Volksgruppe gefährdet die nationale Stabilität. Landesweit relevante Parteien gibt es schon lange nicht mehr. Die Abgeordneten im Parlament sind Repräsentanten ihrer Region, ihrer Sprachgruppe. Foto: Luc Van Braekel
Menschenbanner gegen Terrorgesetz
Auf dem Online-Netzwerk Facebook formiert sich eine Bewegung gegen das geplante Terrorismuspräventionsgesetz der rot-schwarzen Bundesregierung. Mittels menschlichen Schriftzugs soll am 26. Juni ab 10 Uhr vor dem Parlament, vor dem Justizministerium oder am Heldenplatz öffentlichkeitswirksam gegen die Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit demonstriert werden. Teilnehmer sind willkommen. Foto: © Giezzy
Wien grünt auf – mit Plastiktöpfen und Preispickerln
Es grünt so grün, wenn neben der Oper Nadelgewächse im Plastiktopf… so wäre es wohl nichts geworden mit dem Welterfolg des Musicals „My Fair Lady“. Dennoch ist es nicht alltäglich, dass an einem der meist frequentiertesten Plätze Wiens eine solch undekorative Stadtbegrünung zu finden ist.
WM-Tagebuch 6: Die Faszination des Kopfstoßes
Es war DIE Szene der vergangenen Fußball-WM, als Frankreichs Superstar Zidedine Zidane den Italiener Marco Materazzi im Endspiel mit einem Kopfstoß niederstreckte. Der Internet-Wettanbieter Bet-at-Home hat daraus einen Werbesport gemacht, indem ein Parksünder mit dem Polizisten, der ihm den Strafzettel verpasst hat, genauso verfährt.
UMFRAGE: Was soll mit Arigona und ihrer Familie geschehen?
Das Trauma von Trianon
Kürzlich jährte sich zum 90. Mal die Unterzeichnung des Vertrags von Trianon. Aus diesem Anlaß hat die ungarische Staatsversammlung ein Gesetz angenommen, das diesen Friedensvertrag als „für das Ungarntum größte Tragödie des 20. Jahrhunderts“ festschreibt. Mit diesem am 4. Juni 1920 unterzeichneten Vorortevertrag verlor Ungarn zwei Drittel seines Staatsgebietes, und mehr als drei Millionen Magyaren wurden vom Mutterland abgetrennt – aufgeteilt auf Rumänien, die Tschechoslowakei und das neugeschaffene Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen, dem späteren Jugoslawien. Angesichts dieser schweren und schmerzenden Verluste verwundert es nicht, daß Trianon von vielen Ungarn als „nationale Schande“ empfunden wird, die rückgängig gemacht werden müsse, und daß sich in unserem Nachbarland Aufkleber großer Beliebtheit erfreuen, die Großungarn in den Grenzen vor dem Ersten Weltkrieg zeigen.
Gemeinsame Obsorge im Scheidungsfall verbessert Lage der Kinder
Annähernd jede zweite Ehe in Österreich wird geschieden. 2008 betrug die Scheidungsrate 47,8 Prozent, 1961 betrug sie nur 13,8 Prozent. Ein Großteil der 2008 geschiedenen Paare war kinderlos, doch waren immerhin 14.800 minderjährige Kinder von der Scheidung ihrer Eltern betroffen. Mit dem Scheidungsprozess beginnt für alle Betroffenen eine kritische Lebensphase. Die Hauptleidtragenden sind immer die Kinder. Foto: Andy Woerner
Kreditrealität versus Bankenpropaganda
Wie der Kreditschutzverband von 1870 auf Basis einer Umfrage meldet, haben sich die Chancen österreichischer Unternehmer, einen Kredit zu bekommen wesentlich verschlechtert. Besonders unter klein- und mittelständischen Betrieben macht sich die anhaltende Kreditklemme bemerkbar. Nachdem Banken milliardenschwere Finanzspritzen vom Steuerzahler erhalten haben, bedanken sie sich jetzt dafür, indem sie den Mittelstand abwürgen. Mit Hinweis auf Basel II versteht sich. Doch was sagt die Gegenseite – Treichl, Konrad und Konsorten – dazu? Foto: © spacepleb
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