Infobrief Politik unzensuriert vom 23. Juni 2010

Parteitag des Herausforderers

FPÖ-Parteitag in Wien: Kampfansage des Herausforderers

Im Austria Center eröffnet die FPÖ im Rahmen des 32. ordentlichen Landesparteitags inoffiziell den Wiener Wahlkampf. Heinz-Christian Strache, der mit eindrucksvollen 99,12 Prozent der Delegiertenstimmen als Wiener Landeschef bestätigt wurde, wird gleichzeitig zum Spitzenkandidaten für die Gemeinderats- und Landtagswahlen am 10. Oktober gekürt. In seiner Rede holte Strache zu einem massiven Rundumschlag gegen die politische Konkurrenz aus und versetzte die anwesenden Delegierten mit seiner Kampfansage in Jubelstimmung.

Enquete zum Scheidungsrecht

Kinder lieben ihre Eltern – auch nach einer Trennung

Im Parlament findet morgen eine parlamentarische Enquete zur gemeinsamen Obsorge statt. Diese ist trotz überwältigend positiver Auswirkungen in Österreich kein gesetzlicher Regelfall, in vielen anderen europäischen Ländern hingegen schon. Justizministerin Claudia-Bandion Ortner (ÖVP) spricht sich im Vorfeld der Debatte nun ebenfalls für eine gemeinsame Obsorge aus. Die SPÖ sperrt sich noch gegen dieses Modell.

UMFRAGE: Soll die gemeinsame Obsorge nach Trennungen der Regelfall werden?

 

Rudelgucken für Deutschland

WM-Tagebuch 13: Aufbahrung für Frankreich – Rudelgucken für Deutschland

Unter den gestrigen Tagebuch-Eintrag hat der “User” – besser: Leser – Wittichis vermerkt, dass um den Begriff Public Viewing herum die Anführungszeichen fehlten, um es als “Neusprech” zu identifizieren. Dies umso mehr, als Public Viewing bzw. “Public Viewing” ein besonderer Fehlgriff ist im Bestreben, alles Mögliche und Unmögliche zu anglizieren. In England oder Amerika bezeichnet man so nämlich die öffentliche Aufbahrung eines Verstorbenen. (Foto: © Times)

Die Ära Ioan Hollender

Ioan Holender – eine Ära geht zu Ende

Nach nun fast zwei Jahrzehnten geht die Ära von Ioan Holender als Direktor der Wiener Staatsoper zu Ende. Es ist nun ein guter Zeitpunkt, um Bilanz über seine Tätigkeit zu ziehen. Diese sieht wahrlich außerordentlich aus. (Foto: © Peter Gerstbach)
Gastkommentar von Mag. Heidemarie Unterreiner, freiheitliche Kultursprecherin

ZurZeit

Land der guten Hoffnung?

Das „neue Südafrika“, wo in diesen Tagen die Fußball-Weltmeisterschaft stattfindet, versucht sich der Welt als „Regenbogennation“ zu zeigen. 16 Jahre nach dem Ende der Apartheid leben in dem Land an der Südspitze Afrikas die verschiedenen Rassen und Völker friedlich miteinander, lautet die Botschaft. Und das politische wie mediale Establishment scheint daran zu glauben: Nicht die leistete Kritik ist an der zunehmenden Korruption innerhalb des allmächtigen Afrikanischen Nationalkongresses (ANC) zu vernehmen, und erst recht nicht an der ausufernden Gewalt, von der Weiße überdurchschnittlich häufig betroffen sind. Während die Gewalt gegen die weiße, insbesondere die burische Bevölkerung völkermordähnliche Ausmaße annimmt, herrscht seitens der Europäischen Union sowie einschlägiger Menschenrechtsorganisationen eisernes Schweigen – kein Wunder, schließlich muß ja die koloniale Vergangenheit „bewältigt“ werden.

ÖBB: Neue Politgünstlinge

Neue Politgünstlinge im ÖBB-Management

Wie kaum ein anderes staatsnahes Unternehmen sind die Österreichischen Bundesbahnen von der Politik beeinflusst. Obwohl die ÖBB immer wieder durch hohe Defizite, die der Steuerzahler ausgleichen muss, Aufsehen erregen, scheint den Regierungsparteien mehr daran gelegen, ihren politischen Parteigängern lukrative Posten zu verschaffen anstatt für eine rentable Führung des Unternehmens zu sorgen. Unpolitisches Management, die einzige Möglichkeit die Bundesbahnen wieder auf Erfolgskurs zu führen, wird von Rot und Schwarz nicht gewünscht, zu verlockend ist es doch, das Unternehmen als „Parkplatz“ für hoffnungsvollen Nachwuchs zu nutzen.

Philipp Ita und Nikolaus Pelinka sind die jüngsten Nutznießer dieses Systems und wurden jetzt auf kosten der Steuerzahler mit gut dotierten Posten versorgt. (Foto: © Michael Meding)

UdSSR: Ethnische Konflikte

Ethnische Konflikte auf dem Gebiet der ehemaligen UdSSR

Neben den ökologischen Verheerungen, die die UdSSR hinterlassen hat zählt die kommunistische Nationalitätenpolitik wohl zu problematischsten Erblasten der Sowjetunion. Lenin und Stalin versuchten das schwere ethnische Erbe, das ihnen das koloniale Imperium der Zaren hinterlassen hatte, auf ihre ganz eigene Weise zu lösen: Völkermord und Umsiedelungen ganzer Volksgruppen waren ihre Methoden. Alle Nachfolgestaaten der UdSSR haben mit diesem schwierigen Erbe zu kämpfen. Zuletzt hat in Kirgisistan ein schwerer Konflikt zwischen Kirgisen und Usbeken zumindest 2000 Menschenleben gefordert. Unzensuriert.at mit einer Zusammenfassung der Brandherde. (Foto: © Deutsche Fotothek)

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