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	<title>Martin Graf - Dritter Präsident des Nationalrates &#187; FPÖ</title>
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		<title>Regierung am Boden</title>
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		<pubDate>Tue, 31 May 2011 08:38:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Graf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eine Klausur bietet der Regierung üblicherweise eine perfekte Gelegenheit, sich zu inszenieren. Drei Pressekonferenzen waren am Montag gleich angesetzt, alle wurden sie von Kanzler Faymann und seinem neuen Vize Spindelegger bestritten. Doch die Darbietungen dürften so matt gewesen sein, dass die Medien nicht umhin konnten, eher den beklagenswerten Zustand der Regierung zu thematisieren als die Aufbruchsstimmung und den Arbeitseifer, den Rot und Schwarz gerne vermittelt hätten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Klausur bietet der Regierung üblicherweise eine perfekte Gelegenheit, sich zu inszenieren. Drei Pressekonferenzen waren am Montag gleich angesetzt, alle wurden sie von Kanzler Faymann und seinem neuen Vize Spindelegger bestritten. Doch die Darbietungen dürften so matt gewesen sein, dass die Medien nicht umhin konnten, eher den beklagenswerten Zustand der Regierung zu thematisieren als die Aufbruchsstimmung und den Arbeitseifer, den Rot und Schwarz gerne vermittelt hätten.</p>
<p>In ihrer ersten Meldung über die Klausur schrieb die Austria Presse Agentur am Montag als ersten Satz süffisant: „Mehr als 90 Projekte will die Regierung eigenen Angaben zu Folge bei ihrer heute begonnenen Aufbruch-Klausur am Semmering auf den Weg bringen. Bis Mittag hat davon keines das Licht der Welt erblickt.“ Die Kronen Zeitung nahm die beiden Regierungsspitzen mit Fotos aufs Korn und zeigte, wie sie sich durch zwei Zimmerpflanzen den Weg zu ihren Presse-Podesten bahnten. Und die Zeitung Österreich ging in erster Linie der Frage nach, warum denn der Hausherr, der niederösterreichischer Landeshauptmann Erwin Pröll, ausgerechnet in einer seiner Lieblingsregionen am Semmering mit Abwesenheit glänzte.</p>
<p>Inhaltlich gingen die Anliegen der Regierung ziemlich baden. Kein Wunder, verständigte man sich doch nicht auf mehr als Altbekanntes. Der allergrößten Herausforderung, der sich unser Land derzeit zu stellen hat, nämlich dem drohenden Kollaps des Euro durch immer neue Bedürfnisse der Pleite-Staaten, begegnete man mit einem demonstrativen Gesundbeten der Gemeinschaftswährung. Das Bild von der Euro-Sekte, das die FPÖ seit längerem zeichnet, vervollständigt sich auch dadurch immer mehr.</p>
<p>Was die Medien längst mitbekommen haben und nun verstärkt thematisieren, hat auch die Regierung selbst erkannt: Aus eigener Kraft werden SPÖ und ÖVP die miese Stimmung ihnen gegenüber nicht mehr aufhellen. Daher greifen sie lieber gar kein heißes Eisen mehr an aus Angst, sich auch daran die Finger zu verbrennen. Die sorgsam geschnürten Arbeitspakete werden nach der Klausur wieder ins Eck gestellt, Stillstand ist bis zum Ende der Legislaturperiode vorprogrammiert, denn es ist wohl auszuschließen, dass sich eine der beiden Parteien der Lethargie entreißt, indem sie den Wähler vorzeitig über die Zukunft entscheiden lässt.</p>
<p>Wiens Bürgermeister Häupl hat indessen den Plan B entdeckt, mit dem von der eigenen Unfähigkeit abgelenkt werden soll: Hinhauen auf die FPÖ, mit voller Kraft, damit sie bloß nicht noch größer wird. Wer selbst nicht die Wahrheit sagen will, der behauptet eben, dass der andere lügt. Ein ärmliches Rezept.</p>
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		<title>Ausgrenzung beenden!</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Oct 2010 07:07:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Graf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Selten bringt eine Wahl ein so klares Ergebnis wie die Wiener Landtagswahl. Es gibt vier Verlierer und einen strahlenden Sieger: die FPÖ unter HC Strache. Die Botschaft der Wähler lautet: Die Freiheitlichen sollen Verantwortung für die Zukunft übernehmen. Die Menschen sehen ganz klar, dass sie es sind, die nicht nur die entscheidenden Themen unserer Zeit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Selten bringt eine Wahl ein so klares Ergebnis wie die Wiener Landtagswahl. Es gibt vier Verlierer und einen strahlenden Sieger: die FPÖ unter HC Strache. Die Botschaft der Wähler lautet: Die Freiheitlichen sollen Verantwortung für die Zukunft übernehmen. Die Menschen sehen ganz klar, dass sie es sind, die nicht nur die entscheidenden Themen unserer Zeit erkennen und aufgreifen, sondern auch Lösungskompetenz haben.</p>
<p>Doch die SPÖ unter Michael Häupl wird sich dieser Verantwortung nicht stellen. Für sie ist es schlimm genug, einen Koalitionspartner suchen zu müssen und diesem Einblick in den roten Machtapparat zu gewähren. Wenn das schon so sein muss, dann wird man sich mit jemandem ins Koalitionsbett legen, der es möglichst billig gibt und keine Ansprüche stellt. Die beiden Verlierer-Damen Marek und Vassilakou, die nur dank FPÖ-Erfolg jetzt Vizebürgermeister-Chancen haben, sind da die Idealbesetzung. Eine Zusammenarbeit mit der FPÖ ist Häupl viel zu gefährlich – nicht für die Menschen freilich, sondern für die rote Allmacht. Denn auch nach der Wahl gilt, was die FPÖ davor auf ihre Plakate geschrieben hat: Die SPÖ glaubt nur an sich selbst.</p>
<p>Trotzdem werden jene 27 Prozent, die den Freiheitlichen das Vertrauen geschenkt haben, ein starker Faktor in der Wiener Politik sein. Häupl muss sich in der Integrationspolitik bewegen, will er nicht in fünf Jahren in ein noch viel schlimmeres Debakel laufen. Die erdrutschartigen Verluste der Roten in den großen Arbeiterbezirken und die ihnen gegenüber stehenden Gewinne der FPÖ sind ein deutliches Zeichen. Wo die sozialen Brennpunkte sind, sind die Wählerwanderungen am größten. Der Wohlfühl-Wahlkampf der SPÖ hat nur dort gegriffen, wo man sich tatsächlich noch einigermaßen wohl fühlen kann: in den kleineren bürgerlichen Bezirken.</p>
<p>Tatsächlich gestehen manche Rote mittlerweile offen ein, dass die Freiheitlichen recht haben und die SPÖ deren Themen übernehmen muss, wenn sie wieder auf die Erfolgsstraße zurückkehren will. In diesem Sinne äußerte sich zuletzt der EU-Abgeordnete Hannes Swoboda, aber auch Ex-Innenminister Karl Schlögl. Dass dabei aber gerade der Wahlsieger von der Gestaltung ausgeschlossen werden soll, erscheint umso paradoxer. Ob die mahnenden Worte aus der zweiten und dritten Reihe bis in die rote Stadtführung wirken werden, bleibt somit abzuwarten.</p>
<p>Die 27 Prozent FPÖ-Wähler sind jedenfalls keine Krawallmacher, sondern lösungsorientierte Menschen, die mehr als alle anderen an der Verbesserung des Zusammenlebens in Wien interessiert sind. Sie auszugrenzen, indem man die FPÖ ausgrenzt, wird sie nicht zufrieden stellen und weiteren Bürgern die Augen öffnen.</p>
<div class="ngg-related-gallery"><a href="http://www.martin-graf.at/wp-content/gallery/graf/50er_strache_uberreicht_geschenk_an_graf.jpg" title="" class="shutterset_verwandte-bilder-von-ausgrenzung-beenden" ><img title="50er Feier: HC Strache überreicht eine Revolutionssäbel aus dem Jahre 1848 an den Dritten nationalratspräsidenten Dr. Martin Graf" alt="50er Feier: HC Strache überreicht eine Revolutionssäbel aus dem Jahre 1848 an den Dritten nationalratspräsidenten Dr. Martin Graf" src="http://www.martin-graf.at/wp-content/gallery/graf/thumbs/thumbs_50er_strache_uberreicht_geschenk_an_graf.jpg" /></a>
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		<title>Parlament: Anerkennung für die Leistungen der Vertriebenen</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Sep 2010 08:40:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Graf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sie kamen nach Ende des Zweiten Weltkriegs auf Pferdewagen, in Güterwaggons oder einfach zu Fuß nach Österreich &#8211; hunderttausende Menschen deutscher Muttersprache, die nach dem Ende des 2. Weltkriegs aus ihrer angestammten Heimat in Südost- oder Osteuropa vertrieben wurden. Viele von ihnen haben unter schwierigsten Umständen &#8211; bürokratischen Hürden und mannigfachen Benachteiligungen &#8211; ihr Schicksal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sie kamen nach Ende des Zweiten Weltkriegs auf Pferdewagen, in Güterwaggons oder einfach zu Fuß nach Österreich &#8211; hunderttausende Menschen deutscher Muttersprache, die nach dem Ende des 2. Weltkriegs aus ihrer angestammten Heimat in Südost- oder Osteuropa vertrieben wurden. Viele von ihnen haben unter schwierigsten Umständen &#8211; bürokratischen Hürden und mannigfachen Benachteiligungen &#8211; ihr Schicksal gemeistert, es mit Fleiß und Können zu Ansehen und Wohlstand gebracht und in einer bedeutenden Weise zum Wiederaufbau Österreichs beigetragen.</p>
<p><img src="http://www.unzensuriert.at/sites/default/files/imagepicker/6/Vertriebene2.jpg" alt="Bild" width="480" height="335" /></p>
<p><em>Rund 200 Besucher informierten sich im Parlament über die Leistungen der Heimatvertriebenen nach 1945.</em></p>
<p>&#8220;Respekt und Anerkennung für die Leistungen der Vertriebenen in Österreich&#8221;, bekundete der Dritte Präsident des Nationalrates Martin Graf, der im Parlament Abgeordnete, Bundesräte und viele Gäste aus dem In- und Ausland zu einer Veranstaltung begrüßte, die sich &#8211; erstmals im Hohen Haus &#8211; der Aufgabe widmete, die &#8220;Leistungen der Vertriebenen nach 1945 in Österreich&#8221; zu würdigen.</p>
<p><strong>Graf: &#8220;Vertreibung nicht nur ein Thema für Historkeri!&#8221;</strong></p>
<p>Graf machte das schwere Schicksal jener Vertriebenen aus der Tschechoslowakei, Jugoslawien, Rumänien, Ungarn und der Ukraine deutlich, die sich nach dem Verlust ihrer Heimat 1945 in Österreich &#8211; zunächst als Staatenlose und unter ungeheuren Schwierigkeiten &#8211; eine neue Heimat schufen und dazu beitrugen, ein Land, das damals wirtschaftlich am Boden lag, wieder aufzubauen und zu einem der wohlhabendsten Staaten der Welt zu machen. Er würdigte die Leistungen der Altösterreicher zur Wirtschaft, Technik, Wissenschaft und Kunst Österreichs und appellierte an die Anwesenden, das Thema Vertreibung nicht nur als ein Thema für Historiker anzusehen. Die Vertreibung von Menschen und Volksgruppen sei immer noch ein Instrument der Politik, das Schicksal der Altösterreicher daher auch eine Mahnung für Gegenwart und Zukunft.</p>
<p>Unter der Moderation von Nationalratsabgeordnetem Walter Rosenkranz schilderte zunächst die Vertriebenensprecherin der FPÖ, Abgeordnete Anneliese Kitzmüller das Schicksal und den bemerkenswerten Lebensweg ihres Vaters, der sich als Kind vertriebener Altösterreicher aus der Bukowina (Buchenland) eine berufliche Existenz in Österreich schuf, erfolgreich studierte und sich durch sein Engagement in Politik, Kirche und Sport bleibende Verdienste um die Entwicklung des Landes erwarb.</p>
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<div>Historische Informationen über die Entstehung und Entwicklung der altösterreichischen Volksgruppe der &#8220;Donauschwaben&#8221; in der Batschka erhielten die Teilnehmer der Veranstaltung von dem Juristen Christian Reinhardt, dessen Großmutter mit ihrer Familie aus der Batschka vertrieben wurde. Persönliche Erfahrungen von der Vertreibung aus der Batschka berichtete Rudolf Reimann, der als Zehnjähriger im Jahr 1944 mit seiner Familie auf einem Pferdewagen über Budapest und Ödenburg nach Niederösterreich kam. Der erfolgreiche Bauingenieur und -unternehmer ist seit frühester Jugend in landsmannschaftlichen Organisationen der Donauschwaben tätig, fungiert seit 1983 als Vorsitzender der Donauschwäbischen Arbeitsgemeinschaft und seit 1993 als Bundesvorsitzender des Verbandes der Volksdeutschen Landsmannschaften Österreichs (VLÖ), Dachorganisation aller Heimatvertriebenen deutscher Altösterreicher.</div>
</div>
<p><img src="http://www.unzensuriert.at/sites/default/files/imagepicker/6/Vertriebene1.jpg" alt="Bild" width="480" height="335" /></p>
<p><em>Martin Graf bei der Begrüßung. Am Podium: Walter Rosenkranz, Rudolf Reimann, Anneliese Kitzmüller, Alfred Oberwandling und Christian Reinhardt (von links).</em></p>
<p>Der in Witkowitz (Mährisch-Ostrau) geborene Dkfm. DDr. Alfred Oberwandling arbeitete in Österreich zunächst als Land- und Hilfsarbeiter, besuchte die Linzer Handelsakademie sowie die Hochschule für Welthandel in Wien und absolvierte eine Managerkarriere in mehreren großen Industrieunternehmen. Seinen Ruhestand nutzte Oberwandlung ab 1994 für ein Geschichtestudium in Salzburg, das er 2001 mit einer Dissertation über die &#8220;Sudetendeutschen in der oberösterreichischen Wirtschaft nach 1945&#8243; abschloss. In seinem Vortrag hob er deren Leistungen hervor. Nunmehr leitet Alfred Oberwandling des Museums der Heimatvertriebenen in Vöcklabruck.</p>
<p>Auf dem Büchertisch der Veranstaltung konnten die Gäste der Veranstaltung ein aktuelles Werk von Martin Graf und Anneliese Kitzmüller zum Thema des Abends erwerben: <a href="http://www.unzensuriert.at/002115-buchtipp-die-wiederaufbauleistungen-der-alt-sterreicher-der-zweiten-republik" target="_blank">&#8220;Die Wiederaufbauleistungen der Altösterreicher in der Zweiten Republik&#8221;.</a></p>
<p><em>Fotos: © Parlamentsdirektion / Carina Ott</em></p>
<div class="ngg-related-gallery"><a href="http://www.martin-graf.at/wp-content/gallery/graf/50er_strache_uberreicht_geschenk_an_graf.jpg" title="" class="shutterset_verwandte-bilder-von-parlament-anerkennung-fur-die-leistungen-der-vertriebenen" ><img title="50er Feier: HC Strache überreicht eine Revolutionssäbel aus dem Jahre 1848 an den Dritten nationalratspräsidenten Dr. Martin Graf" alt="50er Feier: HC Strache überreicht eine Revolutionssäbel aus dem Jahre 1848 an den Dritten nationalratspräsidenten Dr. Martin Graf" src="http://www.martin-graf.at/wp-content/gallery/graf/thumbs/thumbs_50er_strache_uberreicht_geschenk_an_graf.jpg" /></a>
<a href="http://www.martin-graf.at/wp-content/gallery/graf/graf_weihnachtsfeier_buchsignierung.jpg" title="" class="shutterset_verwandte-bilder-von-parlament-anerkennung-fur-die-leistungen-der-vertriebenen" ><img title="Graf signiert Bücher bei Weihnachtsfeier" alt="Graf signiert Bücher bei Weihnachtsfeier" src="http://www.martin-graf.at/wp-content/gallery/graf/thumbs/thumbs_graf_weihnachtsfeier_buchsignierung.jpg" /></a>
</div>
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		<title>Wiener Blut</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Aug 2010 13:47:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Graf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist recht schade, wie sehr sich manche Leute über den  Nationalsozialismus definieren, wo doch so viele aktuelle Probleme  unserer Gesellschaft ungelöst vor uns liegen, die mit der Vergangenheit  reichlich wenig zu tun haben. So vermerkt der Internet-Tagebuchschreiber  Helge Fahrnberger, der einmal mehr große antifaschistische Ehren  erwarb, indem er als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist recht schade, wie sehr sich manche Leute über den  Nationalsozialismus definieren, wo doch so viele aktuelle Probleme  unserer Gesellschaft ungelöst vor uns liegen, die mit der Vergangenheit  reichlich wenig zu tun haben. So vermerkt der Internet-Tagebuchschreiber  Helge Fahrnberger, der einmal mehr große antifaschistische Ehren  erwarb, indem er als Erster über die neue Plakatserie der Wiener FPÖ  bloggte, über das heftig diskutierte „Wiener Blut“-Sujet folgendes: „Es  widerstrebt mir, die Nazikeule auszupacken, aber ,Wiener Blut’ und ‚Zu  viel Fremdes’ erinnert halt doch sehr an den ‚Wochenspruch der NSDAP’ in  der Woche vom 21. November 1938, keine zwei Wochen nach der  ‚Reichskristallnacht’.“ Und dieser Spruch, falls er Ihnen nicht so wie  Herrn Fahrnberger auch sofort eingefallen ist, der lautet: „Ein Volk,  das sein Blut vom Juden freihält, wird ewig leben.“</p>
<p><em><a href="../" target="_blank"></a></em></p>
<p>Die Ähnlichkeit zu „Mehr Mut für unser ‚Wiener Blut’ – Zu viel  Fremdes tut niemandem gut.“ ist wahrlich unglaublich. Und die  Wochensprüche der NSDAP gehören ja ohnehin zum  Standard-Rezitationsreservoir jedes aufrechten Bürgers, um jederzeit den  Anfängen wehren zu können, wann und wo immer es nötig ist. So viel zur  gewiss sehr widerwillig ausgepackten Nazikeule des Herrn Fahrnberger,  der sich immerhin die Mühe gemacht hat, sein persönliches Sprucharchiv  zu durchforsten. Das sofort einsetzende Gestänkere drittklassiger Grün-  und Rot-Politiker war derartig niveaulos, dass ich mich dazu eines  Kommentars enthalte.</p>
<p>Wenn ich, der ich mich aus dem Geschichtsunterricht auch noch an  anderes als an die Jahre 1938 bis 1945 erinnern kann, den Spruch auf dem  Plakat der FPÖ lese, dann denke ich bei „Wiener Blut“ zunächst an  Kultur, Operette, vielleicht ein bisserl an Falco und insgesamt an den  liebenswerten Charakter dieser großen Kulturstadt. Und bei „Zu viel  Fremdes tut niemandem gut.“ denke ich an die Einwanderungsdebatte, die  jüngst völlig unbestellt von den Regierungsparteien losgetreten wurde.  Ich denke an Ausländerkriminalität, die von vielen Medien nicht mehr  beim Namen genannt wird. Ich denke an Zuwanderer, die unsere  demokratischen Werte nicht teilen, und das auch lauthals verkünden,  indem sie – zum Beispiel jüngst in Belgien – zur Ermordung des  vermutlich künftigen Regierungschefs aufrufen, weil sich dieser  öffentlich zur Homosexualität bekennt.</p>
<p>Jeder Bürger hat die Wahl, im FPÖ-Slogan zu erkennen, was er will.  Die Interpretation eines mutigen, aber verantwortungsbewussten Umgangs  mit sozialen Problemen unserer Wiener Gesellschaft erscheint mir jedoch  als einzig zulässige Deutung im 21. Jahrhundert. Alles andere wäre  ewiggestrig.</p>
<p><em>Dieser Kommentar ist auch in der aktuellen Ausgabe der </em><a href="http://www.zurzeit.at/" target="_blank"><em>&#8220;Zur Zeit&#8221;</em></a><em> und auf <a title="Wiener Blut" href="http://www.unzensuriert.at/001754-wiener-blut">unzensuriert.at</a> erschienen.</em></p>
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		<title>Ungarischer Botschafter auf Abschiedsbesuch beim Dritten Präsidenten des Nationalrates Dr. Graf</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Jul 2010 09:41:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Graf</dc:creator>
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S. E. der  Botschafter der Republik Ungarn  Dr. Istvan Horvath, ein Doyen unter den Botschaftern in Österreich, beendet nach siebenjähriger Tätigkeit seine Amtsperiode in Wien und wird in die Privatwirtschaft zurückkehren.   
Zur Verabschiedung besuchte er Dr. Graf in seinem Büro und dankte ihm und der FPÖ  für die gute langjährige Zusammenarbeit. Unter anderem merkte er auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1090" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.martin-graf.at/wp-content/uploads/2010/07/HUBotDrIstvanHorvath-Graf-140710.jpg"><img class="size-medium wp-image-1090" title="S. E. der  Botschafter der Republik Ungarn  Dr. Istvan Horvath, " src="http://www.martin-graf.at/wp-content/uploads/2010/07/HUBotDrIstvanHorvath-Graf-140710-300x212.jpg" alt="S. E. der  Botschafter der Republik Ungarn  Dr. Istvan Horvath, " width="300" height="212" /></a><p class="wp-caption-text">S. E. der Botschafter der Republik Ungarn Dr. Istvan Horvath, </p></div>
<p> </p>
<p>S. E. der  Botschafter der Republik Ungarn  Dr. Istvan Horvath, ein Doyen unter den Botschaftern in Österreich, beendet nach siebenjähriger Tätigkeit seine Amtsperiode in Wien und wird in die Privatwirtschaft zurückkehren.   </p>
<p>Zur Verabschiedung besuchte er Dr. Graf in seinem Büro und dankte ihm und der FPÖ  für die gute langjährige Zusammenarbeit. Unter anderem merkte er auch an, dass die parlamentarische bilaterale Gruppe „Österreich- Ungarn“ - Obmann dieser Gruppe ist der NAbg. Dr. Andreas Karlsböck (FPÖ) - genauso wie er als Botschafter stets bemüht war,  die Interessen auf beiden Seiten ausgleichend zu berücksichtigen. </p>
<p>Beim gegenseitigen Austausch von Anekdoten erzählte Graf auch seinen besonderen Bezug zu Ungarn: Vor dem Fall der Mauer traf er seine Verwandten aus der ehemaligen DDR in Ungarn. Das war eines der wenigen Länder, die auch DDR Bürgern bereisen durften. </p>
<p>Der Botschafter wird auch künftig zumindest private Bezeihungen zu Österreich pflegen: Seine Tochter studiert und wohnt in Wien.</p>
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		<title>FPÖ &#8211; Maifrühschoppen in Pattigham</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Apr 2010 10:05:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Graf</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_892" class="wp-caption alignleft" style="width: 233px"><a href="http://www.martin-graf.at/wp-content/uploads/2010/04/FPÖ-Maifrühschoppen-in-Pattigham.jpg"><img class="size-medium wp-image-892" title="FPÖ - Maifrühschoppen in Pattigham" src="http://www.martin-graf.at/wp-content/uploads/2010/04/FPÖ-Maifrühschoppen-in-Pattigham-223x300.jpg" alt="FPÖ - Maifrühschoppen in Pattigham 16. Mai 2010" width="223" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">FPÖ - Maifrühschoppen in Pattigham 16. Mai 2010</p></div>
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