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	<title>Martin Graf - Dritter Präsident des Nationalrates &#187; Studiengebühren</title>
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		<title>Studiengebühren: Sprengstoff für die  rot-schwarze Koalition</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Jul 2011 13:06:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Graf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gastkommentar in der Presse am 15. Juli 2011
In die letzten Sitzungstage vor der Sommerpause des Nationalrats  platzte eine Meldung, die den Regierungsparteien erhebliches  Kopfzerbrechen bereiten wird. Der Verfassungsgerichtshof hob die  Ausnahmeregelungen für die Studiengebühren auf. Bis 29.Februar 2012 muss  nun ein neues Gesetz beschlossen werden, sonst studieren künftig alle  gratis, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Studiengebühren: Sprengstoff für die rot-schwarze Koalition" href="http://diepresse.com/home/meinung/gastkommentar/678106/Studiengebuehren_Sprengstoff-fuer-die-rotschwarze-Koalition" target="_blank">Gastkommentar in der Presse am 15. Juli 2011</a></p>
<p>In die letzten Sitzungstage vor der Sommerpause des Nationalrats  platzte eine Meldung, die den Regierungsparteien erhebliches  Kopfzerbrechen bereiten wird. Der Verfassungsgerichtshof hob die  Ausnahmeregelungen für die Studiengebühren auf. Bis 29.Februar 2012 muss  nun ein neues Gesetz beschlossen werden, sonst studieren künftig alle  gratis, während bisher nur leistungsstarke und berufstätige Studenten  befreit waren.</p>
<p>In der Studiengebührenfrage finden SPÖ und ÖVP keinen gemeinsamen  Nenner. Die nun aufgehobene Regelung geht auf einen Beschluss von SPÖ,  FPÖ und Grünen zurück, der möglich geworden war, weil die ÖVP 2008 die  Koalition aufgekündigt hatte. Wir erinnern uns: Dem damaligen  Vizekanzler Willi Molterer hat&#8217;s gereicht. Jetzt prallen die Fronten in  aufrechter Ehe wieder aufeinander. Die ÖVP will alle zur Kasse bitten,  die SPÖ am liebsten gar niemanden.</p>
<p>Die Debatte verstellt den Blick auf die wahren Probleme unserer  Universitäten, denn Gebühren bringen kaum Geld und haben wenig Einfluss  auf die Zahl der Studenten, die über Zugangsbeschränkungen und  Eingangsphasen mit Knock-out-Charakter niedriger gehalten wird, als sie  sein sollte. Österreichische Studenten werden ausgeschlossen,  Numerus-clausus-Flüchtlinge aus Deutschland füllen die Hörsäle.</p>
<p>Auch die Regierungsparteien wissen, dass das Herkunftslandprinzip  ideale Abhilfe brächte, doch aus vorauseilendem Gehorsam gegenüber der  EU schrecken sie zurück, nur jenen einen Studienplatz zu geben, die auch  in ihrem Heimatland ein Anrecht darauf haben.</p>
<p>Eine andere Lösung, um den Studienanfängern gleiche Chancen wie  früheren und nachkommenden Jahrgängen (die wesentlich geburtenschwächer  sind) einzuräumen, wäre Geld. Mehr Studienanfänger erfordern mehr  Mittel, das sollte auch in Zeiten klammer Kassen klar sein. Und so klamm  sind die Kassen gar nicht: 332 Millionen Euro lagen Ende März 2011 in  den Budgetreserven des Wissenschaftsministeriums. Freilich, einiges ist  zweckgebunden, aber ein großer Teil der von den Rektoren immer wieder  geforderten 300 Millionen als Akutmaßnahme ließen sich daraus bezahlen.</p>
<p>Doch sowohl die meisten Rektoren als auch Minister Töchterle wollen  Geld anscheinend nur, wenn es aus den Taschen aller Studenten kommt.  Diesen Beiträgen muss etwas Magisches anhaften, sodass sich im Umfeld  der ÖVP niemand mehr einen Uni-Betrieb ohne sie vorstellen kann. Das  Ministerium ist durch die verunglückte Verordnung zu den  Studiengebührenbefreiungen einen Crashkurs gefahren, die  VfGH-Entscheidung ließ die ÖVP daher zunächst jubeln und sie von  flächendeckenden Gebühren träumen. Doch die SPÖ wird in dieser Frage  dagegenhalten – muss es sogar, will sie die Glaubwürdigkeit im eigenen  Lager nicht völlig verlieren.</p>
<p>Es wäre kaum überraschend, wenn die Streitigkeiten ein ähnliches  Ausmaß annähmen wie der Zwist um die Abschaffung der Wehrpflicht. Die  Roten haben in dieser Debatte klar den Kürzeren gezogen, weil die ÖVP  nach anfänglichem Zögern Haltung angenommen und sich zur allgemeinen  Wehrpflicht bekannt hat.</p>
<p>Jetzt kann die SPÖ den Spieß umdrehen: Verschließt sie sich einer  Neuregelung, dann zahlt ab nächstem Sommersemester niemand mehr fürs  Studieren – und die ÖVP wird schäumen. Gut möglich, dass es dann erneut  jemandem reicht. Bildungsfragen sind erprobter Koalitionssprengstoff.</p>
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		<title>Pakt für die Jugend</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Nov 2010 09:50:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Graf</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Uni-Gipfel zwischen Regierung, Rektoren und Hochschülerschaft ist  ergebnislos geblieben. Faymann und Pröll haben gebetsmühlenartig  wiederholt, dass sie nicht willens sind, sich zu bewegen. Die ÖH ist  gleich davon gelaufen, die Rektoren haben vorher viel Tamtam gemacht und  nachher bekannt, dass sie ohnehin keine Erwartungen in das Gespräch  gesetzt hatten.
Jetzt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Uni-Gipfel zwischen Regierung, Rektoren und Hochschülerschaft ist  ergebnislos geblieben. Faymann und Pröll haben gebetsmühlenartig  wiederholt, dass sie nicht willens sind, sich zu bewegen. Die ÖH ist  gleich davon gelaufen, die Rektoren haben vorher viel Tamtam gemacht und  nachher bekannt, dass sie ohnehin keine Erwartungen in das Gespräch  gesetzt hatten.</p>
<p>Jetzt  stoßen sie dafür die nächste hohle Drohung aus. Wenn sich die  Rahmenbedingungen nicht bis April ändern, werden sie „Maßnahmen“ setzen  müssen. Man sollte meinen, dass die Leiter von Universitäten – noch dazu  in relativ weitreichender Autonomie – schon bisher die eine oder andere  „Maßnahme“ gesetzt hätten. Bei näherer Betrachtung würden sie damit  tatsächlich Neuland betreten, denn bis jetzt haben viele Rektoren auf  die Regierung gestarrt wie das Kaninchen auf die Schlange und parallel  dazu dem Unheil an ihren Unis freien Lauf gelassen.</p>
<p>Unter den angekündigten Maßnahmen verstehen die Rektoren die Streichung  von Lehrveranstaltungen oder ganzen Studiengängen. Das wäre, wenn dazu  der Qualitätsmaßstab und nicht der Rasenmäher eingesetzt wird, auch kein  Beinbruch. Andere Maßnahmen weigern sie sich weiterhin umzusetzen –  etwa eine Änderung der Studienpläne mit dem Ziel, die schulmäßige  Daueranwesenheit der Studenten zu verringern und wieder mehr in Richtung  Eigenverantwortung der Lernenden zu gehen. Das würde Platz und Geld  sparen.</p>
<p><strong>Rektoren sträuben sich gegen Studienplatzfinanzierung</strong></p>
<p>Sogar das einzige halbwegs konkrete Ergebnis des Treffens mit der  Regierung droht an der Unbeweglichkeit vieler Rektoren zu scheitern. Die  anvisierte studienplatzbezogene Finanzierung passt ihnen nicht in den  Kram. Erstens müssten sie dazu eine vernünftige Kostenrechnung  etablieren. Zweitens würde das bedeuten, dass wenn die vor der Tür  stehenden geburtenschwächeren Jahrgänge kommen, weniger Geld fließen  wird. Daher wollen die Rektoren diesem Konzept nur zustimmen, wenn  gleichzeitig eine fixe Anzahl an verfügbaren Studienplätzen festgelegt  wird. Das führt freilich das System ad absurdum, ist es doch darauf  ausgerichtet, dass Universitäten mit größerem Hörerandrang mehr bekommen  und umgekehrt. Fixe Quoten haben hier nichts zu suchen und sind nur  eine Legitimierung der von Rektoren und Regierung gewünschten  Zugangsbeschränkungen.</p>
<p>Der fehlende Reformwille an den Unis und die Fixierung der  Wissenschaftsministerin auf die Wiedereinführung flächendeckender  Studiengebühren erschweren eine längst überfällige Debatte über eine  große Bildungsreform, die schon in der Oberstufen der Schulen ansetzen  müsste. Ein solcher <a href="http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20101122_OTS0134/fpoe-graf-verlangt-bildungsreform-statt-diskussion-ueber-studiengebuehren" target="_blank">Pakt für die Jugend</a>, wie ich ihn vorgeschlagen habe, erfordert viel mehr Phantasie und vor allem Managementqualitäten.</p>
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		<title>Universitäten brauchen &#8220;Pakt für die Jugend&#8221; aller Parteien</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Apr 2010 12:07:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Graf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ Einen &#8220;Pakt für die Jugend&#8221;, hat heute der freiheitliche Wissenschaftssprecher NAbg. Dr. Martin Graf im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt. Grundlage sei eine Gesamtreform des sekundären und tertiären Bildungswesens, bei dem auch Tabuthemen nicht ausgespart bleiben dürften, so Graf.
Grund für den freiheitlichen Vorstoß sei, so Graf, die völlige Untätigkeit der Bundesregierung, die schon einem Ministerstreik [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><br /><img src="http://www.martin-graf.at/wp-content/uploads/2010/04/graf_preko_20100414.png" alt="media" /><br />
<br />
 Einen &#8220;Pakt für die Jugend&#8221;, hat heute der freiheitliche Wissenschaftssprecher NAbg. Dr. Martin Graf im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt. Grundlage sei eine Gesamtreform des sekundären und tertiären Bildungswesens, bei dem auch Tabuthemen nicht ausgespart bleiben dürften, so Graf.</p>
<p>Grund für den freiheitlichen Vorstoß sei, so Graf, die völlige Untätigkeit der Bundesregierung, die schon einem Ministerstreik gleich komme. So sei etwa für den kommenden parlamentarischen Wissenschaftsausschuss keine Tagesordnung zu erwarten. Mit anderen Worten: Keine Regierungsvorlagen, aber zurückgewiesene Anträge der Oppositionsparteien, kritisierte Graf.</p>
<p>Daher werde er, Graf, einen parlamentarischen Unterausschuss zum Wissenschaftsausschuss beantragen, um die Hochschuldiskussion die derzeit von zweit- bis drittrangigen Experten außerhalb des Parlamentes geführt werde, wieder ins Parlament hin zum Gesetzgeber zu verlagern. Das Ziel müsse sein, allen Österreichern und Österreicherinen einen Studienzugang zu ermöglichen, sofern sie die Voraussetzungen dafür mit brächten, sagte Graf. Die einzige Voraussetzung hiezu müsse die Matura bleiben. Weitere Zugangsbeschränkungen aufgrund budgetärer Nöte sind ein Vergehen an unserer Jugend.</p>
<p>Bei der notwendigen bildungspolitischen Gesamtreform seinen folgende Punkte entscheidend, so Graf:<br />
1.Zusammenlegung des Wissenschafts- und Bildungsministeriums, auch im Sinne der Verwaltungsreform, da die derzeitige Trennung ausschließlich ideologisch aber keinesfalls fachlich begründet sei. Damit kann effizient auch nach den Bedürfnissen der Universitäten an eine notwendige Oberstufenreform herangegangen werden. Die Universitäten gehören in den Oberstufenreformprozess stark eingebunden. Österreichs Studierende müssen wieder gut für den Gang an die Universität vorbereitet werden. Bildungspolitik aus einem Guss ist gefragt und nicht ideologiebehaftetes Stückwerk.<br />
2. Wegfall von Zugangsbeschränkungen für Österreicher und Österreicherinnen an österreichischen Universitäten. Die Aufgabe der Politik ist es Ressourcen im ausreichenden Maße für Österreicher zur Verfügung zu stellen.<br />
3. Teilausstieg aus dem Bolognaprozess, was etwa die Frage des zwei oder dreigliedrigen Studiums betreffe. Es muss die Universität in eigner Autonomie entscheiden dürfen, ob und welche Studien in 2- bzw. 3-gliedriger Form angeboten werden.<br />
4. Die Einführung studienplatzbezogener Finanzierungen und die Herbeiführung der Kostenwahrheit muss wieder eingeführt werden.</p>
<p>Sollten all diesen Voraussetzungen erfüllt sein und eine Gesamtreform angegangen werden, könne sich Graf auch vorstellen über die Wiedereinführung von Studienbeiträgen zu diskutieren. Dabei sollte es den Unis im Rahmen der Universitätsautonomie frei gestellt werden, wie hoch sie den Beitrag, der in einer Bandbreite von 0 bis 1.000 Euro gesetzlich vorgegeben werden könnte, für ihre Studenten bemessen. Parallel dazu müsse selbstverständlich das Stipendienwesen entsprechend angepasst werden um soziale Barrieren auszugleichen, so Graf.</p>
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